HERZLICH WILLKOMMEN!

Dies ist die private Homepage von Prof. Dr. Dr. Harald Walach →.

Über eine Auswahl meiner Forschungsthemen → und über meine Publikationen → können Sie sich hier auf meiner privaten Seite direkt informieren. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist meine kleine Methodenlehre für Anfänger →, die inzwischen 25 Kapitel hat.

In meinem persönlichen Blog plaudere ich aus meinem wissenschaftlichen Alltag und gebe einige Gedanken zu dem, was ich so alles sehe und erlebe zum Besten.

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Déjà-vu – Robert Koch seziert!

Ein falsches Heldennarrativ und eine Gegengeschichte aus dem Untergrund – ein Buchbesprechungsessay

Dieser Text von mir wurde am 24.3.2026 von TKP.AT (https://tkp.at/2026/03/24/deja-vu-robert-koch-seziert/) publiziert.

Barz, Heiner. (2025). Robert Koch jenseits des Mythos: Die Argumente seiner Kritiker in Originaltexten. Berlin: Springer. ISBN 978-3-662-70354-0, kartoniert, 197 Seiten, 22,99 €.

Beinahe jedes Narrativ eines wissenschaftlichen Triumphes hat ein Gegennarrativ, das kaum bekannt ist. Denn die Geschichte ist bekanntlich die der Gewinner. Verlierer und die, die auf der Strecke bleiben, haben in der offiziellen Hagiografie der Wissenschaft keine Stimme. Allmählich getrauen sich Wissenschaftshistoriker auch an die heiligen Kühe der deutschen Wissenschaft und führen sie in den Schlachthof. Mein Kollege Florian Mildenberger hat das vor nicht allzu langer Zeit mit einem der Säulenheiligen der deutschen Infektiologie, Paul Ehrlich (1854-1915) getan: Er hat im Paul-Ehrlich-Archiv, das von der Rockefeller Foundation verwaltet wird, nach der Datenbasis für Paul Ehrlichs angeblichen Erfolg bei der Behandlung der Syphilis gesucht [1]. Es zeigte sich, dass die angeblich an Menschen gewonnenen Daten zur Wirksamkeit des vermeintlich ersten wirksamen Mittels gegen Syphilis, dem Salvarsan, nicht existierten, sondern Paul Ehrlich allenfalls wenig aussagekräftige Tierversuche durchgeführt hatte. Das Salvarsan war wirkungslos. Die vermeintliche Wirkung kann zwanglos anders erklärt werden: die Syphilis ging in den Jahren des ersten Weltkrieges, als die Salvarsan-Einführung im großen Stil gepredigt wurde, deswegen zurück, weil die jungen Männer, die sich sonst normalerweise in Bordellen eine Syphilis einfingen, in den Schützengräben von Verdun verfaulten.

Wo hatte Ehrlich gelernt, dass man mit gefälschten Daten und einer wissenschaftlichen Heilsverkündung weit kommt?

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„Triumph der Liebe“ – Einladung zum Frühlingskonzert

Ich lade ein zu unserem Frühlingskonzert „Triumph der Liebe“.

Am
Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr,
Samstag, 21. März, um 19 Uhr

und am
Sonntag, 22. März, um 17 Uhr

singe ich mit meiner Lehrerin Verena Krause in Basel, in der Kunst und Wunderkammer, am Spalenring 1, ein Konzert mit Liebesduetten. Wir singen auch einige Solostücke. Unser Pianist Semyon Berezin, ein begnadeter russischer Meisterstudent, wird auch ein paar Soloeinlagen geben.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden. Und eine Anmeldung an info@viva-vera-vita.com oder über die Webseite wäre hilfreich.

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Buchvernissage, Vortrag über meine Interviewstudie, Hauskonzert „Triumph der Liebe“

Einladungen zu meinen nächsten Veranstaltungen in Basel

Am Freitag, dem 27. Februar 2026, um 19 Uhr organisiere ich eine Buchvernissage zum ersten Buch, das in unserem Discorso Verlag (https://discorso.ch) erschienen ist:

Mut zum Widerspruch“. Ich hatte darüber schon mal kurz berichtet und mittlerweile gibt es schon eine Reihe von Rezensionen zum Buch.

Die Veranstaltung findet statt in Lucia Messmers Salon in der Florastr. 3, 4057 Basel. Hier ist die Einladung zu dieser Vernissage:


Vortrag über meine Interviewstudie

Ebenfalls in Lucia Messmers Salon in der Florastr. 3, 4057 Basel halte ich am Mittwoch, dem 4. März 2026 um 19:30 Uhr einen Vortrag über meine Interviewstudie, die meinem Roman „Verschachtelte Wahrheit“ zugrunde liegt. Der Infosperber hat kürzlich darüber berichtet. Hier geht’s zur Einladung:


Hauskonzert zum Frühjahrsanfang

Ein Hauskonzert zum Frühjahrsanfang – Triumph der Liebe – mit Liebesduetten und einigen Solostücken gestalten meine Gesangslehrerin Verena Krause und ich in der Schatz- und Wunderkammer am Spalenring 1 in Basel. Der Eintritt ist frei, wir machen eine Kollekte, aber Anmeldung ist erbeten, da der Raum eine Platzzahlbeschränkung hat.

Die „Schatz- und Wunderkammer“ am Spalenring ist ein liebevoll mit Schmuckstücken und antiken Möbeln eingerichteter Raum, der für Kammerkonzerte bestens geeignet ist. Wir singen verschiedene Duette von Monteverdi, über Händel, Haydn, Mozart, Schubert und Schumann bis zu Fauré, Gounod und ein paar Operettenheulern. Wir werden begleitet von einem genialen jungen Pianisten, Semyon Berezin.

Das Konzert findet am Donnerstag, dem 19. März und Samstag, 21. März 2026 um 19:30 Uhr statt sowie am Sonntag, dem 22. März 2026 um 17 Uhr.

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Achtsamkeit erfassen mit dem FFA

Unsere neue Version des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit(FFA) mit Normdaten aus einer deutschen Repräsentativstichprobe ist verfügbar (https://link.springer.com/article/10.1186/s40359-025-03671-3)

Als Ende der 90er Jahre die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness Based Stress Reduction – MBSR), die Jon Kabat-Zinn entwickelt hatte, auch in Deutschland bekannt wurde, habe ich zusammen mit einigen Studenten einige der ersten wissenschaftlichen Arbeiten zur Achtsamkeit durchgeführt. Mit Marcus Majumdar 1999 die erste Evaluation eines MBSR-Trainings [1-3], wofür wir damals den Forschungspreis der Continentale Versicherung bekommen haben. Nina Buchheld, mittlerweile Nina Rose, kam ebenfalls damals auf mich zu mit dem Vorschlag, eine Diplomarbeit zum Thema Achtsamkeit zu schreiben. Wir entschlossen uns, einen Achtsamkeitsfragebogen zu entwickeln, den Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) [4, 5]. Das war, wenn ich das recht sehe, das erste Fragebogeninstrument zur Erfassung der Achtsamkeit. Kurz darauf explodierte die Forschung und es wurden noch eine Fülle anderer Fragebögen entwickelt. Unser Instrument, der FFA, hatte ein gewisses Alleinstellungsmerkmal: Nina Buchheld leitete die Items strikt empirisch aus der buddhistischen Achtsamkeitsliteratur ab, legte eine lange Liste möglicher Items verschiedenen Achtsamkeitslehrern vor und bat sie um eine Einschätzung, wie treffend und verständlich sie wären. Aus dieser ersten Liste wählte sie die am besten befundenen Items aus und gab sie einer Stichprobe. Diejenigen 30 Fragen, die psychometrisch die besten Eigenschaften hatten, wurden dann in unsere Langversion des Fragebogens aufgenommen. Dieser wurde gleich darauf von Paul Grossman ins Englische übertragen [6] und als Freiburg Mindfulness Inventory (FMI) rasch bekannt.

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