HERZLICH WILLKOMMEN!
Dies ist die private Homepage von Prof. Dr. Dr. Harald Walach →.
Über eine Auswahl meiner Forschungsthemen → und über meine Publikationen → können Sie sich hier auf meiner privaten Seite direkt informieren. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist meine kleine Methodenlehre für Anfänger →, die inzwischen 25 Kapitel hat.
In meinem persönlichen Blog plaudere ich aus meinem wissenschaftlichen Alltag und gebe einige Gedanken zu dem, was ich so alles sehe und erlebe zum Besten.
Achtsamkeit erfassen mit dem FFA
Unsere neue Version des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit(FFA) mit Normdaten aus einer deutschen Repräsentativstichprobe ist verfügbar (https://link.springer.com/article/10.1186/s40359-025-03671-3)
Als Ende der 90er Jahre die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness Based Stress Reduction – MBSR), die Jon Kabat-Zinn entwickelt hatte, auch in Deutschland bekannt wurde, habe ich zusammen mit einigen Studenten einige der ersten wissenschaftlichen Arbeiten zur Achtsamkeit durchgeführt. Mit Marcus Majumdar 1999 die erste Evaluation eines MBSR-Trainings [1-3], wofür wir damals den Forschungspreis der Continentale Versicherung bekommen haben. Nina Buchheld, mittlerweile Nina Rose, kam ebenfalls damals auf mich zu mit dem Vorschlag, eine Diplomarbeit zum Thema Achtsamkeit zu schreiben. Wir entschlossen uns, einen Achtsamkeitsfragebogen zu entwickeln, den Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) [4, 5]. Das war, wenn ich das recht sehe, das erste Fragebogeninstrument zur Erfassung der Achtsamkeit. Kurz darauf explodierte die Forschung und es wurden noch eine Fülle anderer Fragebögen entwickelt. Unser Instrument, der FFA, hatte ein gewisses Alleinstellungsmerkmal: Nina Buchheld leitete die Items strikt empirisch aus der buddhistischen Achtsamkeitsliteratur ab, legte eine lange Liste möglicher Items verschiedenen Achtsamkeitslehrern vor und bat sie um eine Einschätzung, wie treffend und verständlich sie wären. Aus dieser ersten Liste wählte sie die am besten befundenen Items aus und gab sie einer Stichprobe. Diejenigen 30 Fragen, die psychometrisch die besten Eigenschaften hatten, wurden dann in unsere Langversion des Fragebogens aufgenommen. Dieser wurde gleich darauf von Paul Grossman ins Englische übertragen [6] und als Freiburg Mindfulness Inventory (FMI) rasch bekannt.
US-Gesundheitsbürokratie: Neuausrichtung auf „Autoimmunität“
Schuldeingeständnis der amerikanischen Gesundheitsbürokratie zum Fehlgriff bei den Corona-Maßnahmen und Neuausrichtung auf „Autoimmunität“
Der Personalwechsel innerhalb der US-amerikanischen Gesundheitsbehörden hat neue Schwerpunkte zur Folge. Jay Bhattacharya ist seit 2025 Direktor der National Institutes of Health, jener Superbehörde, die selbst Forschung betreibt und einen Großteil der Forschung in den USA durch große Programme fördert. Außerdem wurde Anthony Fauci als Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) nach einer kurzen Interimsphase durch Jeffery Taubenberger ersetzt.
Die Corona-Maßnahmen waren falsch und haben der Reputation des NIH und der Wissenschaft geschadet
In einem Leitartikel in Nature Medicine, der die neue Richtung dieses Institutes beschreibt, distanzieren sich Bhattacharya, Taubenberger und ihr Co-Autor Powers nun sehr deutlich im Grunde von allem, was das Pandemiemanagement der USA und in der Folge fast der ganzen Welt ausmachte [1].
Wörtlich schreiben die Autoren:
„… viele der empfohlenen politischen Maßnahmen, einschließlich Lockdowns, sozialer Abstandsregeln, Tragen von Masken und Impfpflicht hatten keinerlei wissenschaftliche Basis und sind umstritten, was ihre positiven Wirkungen und ihre unbeabsichtigten Nebenwirkungen angeht… Uns steht vor Augen, dass ein großer Teil der amerikanischen Öffentlichkeit das Vertrauen in das NIAID, die National Institutes of Health (…) und darüber hinaus in die wissenschaftliche Gemeinschaft verloren hat. Als momentane Leiter der NIH und des NIAID anerkennen wir diesen Vertrauensbruch…“
Bleiben wir einen Moment bei diesen Worten. Sie beschreiben nichts weniger als die Anerkennung, dass die Kernelemente des sog. „pandemic response“, also der Antwort der Politik auf die Pandemie, bar wissenschaftlicher Fundierung waren.
„From Science to Consciousness“ – Podcast „Imaginal Inspirations“ mit Harald Walach
Am 16.12.2025 war ich zu dem Thema „From Science to Consciousness“ zu Gast im Podcast „Imaginal Inspirations“ von David Lorimer.
Über den Gastgeber: David Lorimer ist Programmleiter des Scientific and Medical Network und Vorsitzender der Galileo-Kommission, einer akademischen Bewegung, die sich dem Ausbau der Evidenzbasis einer Wissenschaft des Bewusstseins widmet.
Podcast hier kostenlos anhören (Englisch):
Video: Mein Konzert (Schumann, Dichterliebe und Eichendorff-Lieder) vom 19.10.2025
Hier ist die Aufnahme meines Konzertes (Schumann, Dichterliebe und Eichendorff-Lieder) vom 19.10.2025 in Plattling
Discorso: „Mut zum Widerspruch – Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“
Verlagsgenossenschaft Discorso mit erstem Buch „Mut zum Widerspruch – Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“ auf dem Markt
Letztes Jahr habe ich mit ein paar Mitstreitern aus der MWGFD, u. a. Klaus Steger, Christian Schubert, Anne Ulrich, Stefan Hockertz und einigen anderen die Verlagsgenossenschaft Discorso in Basel gegründet. Unsere Webseite https://discorso.ch/ gibt Auskunft über unsere Ziele und unsere Bücher. Das erste Buch, „Mut zum Widerspruch – Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“, herausgegeben von Wolfgang Stölzle und Günter Roth, erscheint am 11.12. im Druck und kann ab sofort auf unserer Webseite vorbestellt werden. Das Buch fasst auf 400 Seiten die Erfahrungen von 18 Autoren zusammen. Darunter sind, neben mir, Autoren aus den Kreisen der MWGFD – Christian Schubert, Andreas Sönnichsen – und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die entweder in der Coronakrise oder auch schon davor gegen Missstände das Wort erhoben haben. Teilweise mussten sie harte Konsequenzen erleben, wie etwa Daniele Ganser oder Alessandra Asteriti. Die meisten Kapitel betreffen Maßregelungen aus der Corona-Zeit, so etwa die Berichte von Ulrike Guérot, Michael Meyen, Andreas Heisler, Alexander Bittner, Christian Dettmar, Lucian und Martin Michaelis, Carola Kistel und schließlich die Erfahrungen der Herausgeber Günter Roth und Wolfgang Stölzle. Heike Egner und Anke Uhlenwinkel fassen ihre sozialwissenschaftliche Studie zu diesem Themenbereich und ihre eigenen Erfahrungen zusammen, und Michael Esfeld hat das Vorwort geschrieben.
Es ist eine wichtige Dokumentation über Strukturen der Ausgrenzung, die zwar je andere Bereiche, aber ähnliche Mechanismen umfassten. Vor allem ist es ein Widerspruch gegenüber falschen Tatsachenbehauptungen und Meinungsmanipulation. Dieser Widerspruch ist möglich, so zeigt dieser Band, allerdings womöglich mit Kosten verbunden. Manchmal sind sie hoch. Aber jeder Beitrag zeigt auch auf, dass solche vermeintlichen Maulschellen gleichzeitig neue Wege eröffnen und macht daher Hoffnung. Das ist zumindest die Absicht aller Autoren gewesen.
Inwiefern dies gelungen ist, sollten die Leser dieses Buchs beurteilen, das für 29,80 € (400 Seiten), auf der Discorso Webseite bestellbar ist, wo es auch nähere Informationen gibt.
Übrigens: Wer unsere Arbeit unterstützen will, der kann für 500 CHF Mindestbeteiligung (oder einem Vielfachen davon) Genossenschafter werden und einen oder mehrere Anteilsscheine erwerben. Damit können Genossenschafter teilhaben, mitgestalten, mithelfen oder einfach Stütze sein. Wen das interessiert, der melde sich bei mir unter hw@discorso.ch.
