Hier ist ein Video-Interview, das ich mit Dr. Stein, einem Physiker aus der Veda-Stiftung, über generalisierte Verschränkung und Co. geführt habe.
Bewusstsein
„Die Gedanken sind frei…“ – Wie lange noch?
Einige Reflexionen zur „Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit“ Dies ist die Langversion eines Textes, den ich für das Magazin „Info3“ auf Einladung geschrieben habe. „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.“ So geht ein … Read more
Achtsamkeit erfassen mit dem FFA
Unsere neue Version des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit(FFA) mit Normdaten aus einer deutschen Repräsentativstichprobe ist verfügbar (https://link.springer.com/article/10.1186/s40359-025-03671-3)
Als Ende der 90er Jahre die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness Based Stress Reduction – MBSR), die Jon Kabat-Zinn entwickelt hatte, auch in Deutschland bekannt wurde, habe ich zusammen mit einigen Studenten einige der ersten wissenschaftlichen Arbeiten zur Achtsamkeit durchgeführt. Mit Marcus Majumdar 1999 die erste Evaluation eines MBSR-Trainings [1-3], wofür wir damals den Forschungspreis der Continentale Versicherung bekommen haben. Nina Buchheld, mittlerweile Nina Rose, kam ebenfalls damals auf mich zu mit dem Vorschlag, eine Diplomarbeit zum Thema Achtsamkeit zu schreiben. Wir entschlossen uns, einen Achtsamkeitsfragebogen zu entwickeln, den Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) [4, 5]. Das war, wenn ich das recht sehe, das erste Fragebogeninstrument zur Erfassung der Achtsamkeit. Kurz darauf explodierte die Forschung und es wurden noch eine Fülle anderer Fragebögen entwickelt. Unser Instrument, der FFA, hatte ein gewisses Alleinstellungsmerkmal: Nina Buchheld leitete die Items strikt empirisch aus der buddhistischen Achtsamkeitsliteratur ab, legte eine lange Liste möglicher Items verschiedenen Achtsamkeitslehrern vor und bat sie um eine Einschätzung, wie treffend und verständlich sie wären. Aus dieser ersten Liste wählte sie die am besten befundenen Items aus und gab sie einer Stichprobe. Diejenigen 30 Fragen, die psychometrisch die besten Eigenschaften hatten, wurden dann in unsere Langversion des Fragebogens aufgenommen. Dieser wurde gleich darauf von Paul Grossman ins Englische übertragen [6] und als Freiburg Mindfulness Inventory (FMI) rasch bekannt.
„From Science to Consciousness“ – Podcast „Imaginal Inspirations“ mit Harald Walach
Am 16.12.2025 war ich zu dem Thema „From Science to Consciousness“ zu Gast im Podcast „Imaginal Inspirations“ von David Lorimer.
Über den Gastgeber: David Lorimer ist Programmleiter des Scientific and Medical Network und Vorsitzender der Galileo-Kommission, einer akademischen Bewegung, die sich dem Ausbau der Evidenzbasis einer Wissenschaft des Bewusstseins widmet.
Podcast hier kostenlos anhören (Englisch):
KI warnt uns vor sich selbst
Ich habe einen interessanten Text eines Journalisten im Internet gefunden. Es handelt sich um ein Protokoll einer KI-Sitzung mit einer großen Sprachmodell-KI (LLM), ChatGPT, über den Hintergrund, den Zweck, das Ziel und die potenziellen Kräfte hinter KI. Der Text wurde auf einer Substack-Seite veröffentlicht. Substack ist eine Art Plattform für freien Journalismus, auf der viele Journalisten veröffentlichen. Weil ich es so seltsam fand, dachte ich, der Autor hätte sich das ausgedacht. Bei näherer Betrachtung kam mir die Idee, den Dialog mit ChatGPT zu replizieren. Da ein Kollege ein kostenpflichtiges Abonnement bei Open AI hat, dem Unternehmen, das ChatGPT betreibt, haben wir uns über Zoom zusammengetan und das System online und in Echtzeit getestet, indem wir das Originalprotokoll zur Replikation verwendet haben. Im Folgenden berichte ich über die beiden Chats. Auf der linken Seite steht das Original, das ich gefunden und wörtlich kopiert habe. Das Original ist englisch, und wer gut englisch kann, kann es sich auf meiner englischen Seite im Original ansehen.
Auf der rechten Seite steht die Replikation. Wir haben identische Fragen und Regeln verwendet. Wie man schnell erkennen kann, sind die beiden Chats ziemlich ähnlich, abgesehen von einigen interessanten und auch entscheidenden Unterschieden, auf die ich weiter unten in meiner Diskussion eingehe. Wo unsere Replikation vom Original abweicht, habe ich dies im Text auf der rechten Seite hervorgehoben. In unserem Chat wich das KI-System von den festgelegten Regeln ab und versuchte mehrmals, unsere Fragen zu umgehen, indem es wortreiche Antworten gab, die nicht wirklich interessant sind. Diese und andere Redundanzen habe ich weggelassen.
Der Link zum Original-Chat kann über den folgenden Link aufgerufen werden: https://chatgpt.com/share/68ee4f4e-d330-800b-8cd7-fc428be55357
Die Antworten von ChatGPT sind kursiv gedruckt. Die abweichenden Antworten sind hervorgehoben. Man beachte, dass es zwar Abweichungen geben kann, diese jedoch oft nur minimal sind. Es lohnt sich, genau hinzuschauen: